Abtsgässchen

frankfurter bembelKein Klostervorsteher steht hier Pate …

Zurückzuführen ist der Name nicht auf die Tatsache, dass einst, im Bereich zwischen Schifferstraße, Wall- und Brückenstraße ein Kloster stand, dessen letzten Abt man mit einer Gasse ehren wollte. Die Erklärung zum Abtsgässchen ist eher profan. Einst gab es eine Frankfurter Familie namens Abt, welche im Jahre 1893 der Stadt Frankfurt für den Bau dieser Gasse ein Grundstück abgetreten hat. Es muss wohl Liebe zur Heimatstadt sein, wenn man einfach seinen Grund hergibt, um den Bau eines Gässchens zu ermöglichen. Oder mag es eine zwingende Notwendigkeit sein? Vielleicht ist es aber auch nur das liebe Geld, das die Familie dazu veranlasst, sich von Grund und Boden zu trennen.

Relaxen im Alten Friedhof …

Man weiß es nicht – es ist ja auch schon weit über 100 Jahre her – was man aber weiß ist, dass sich das Abtsgässchen in der Nähe des Alten Sachsenhäuser Friedhofs befindet, der etwa 60 Jahralter friedhof sachsenhausen - grabsteinee lang (bis 1812) den katholischen und evangelischen Sachsenhäusern als Ruhestätte diente. Heute ist der Alte Friedhof als Friedhof stillgelegt. Zu finden gibt es dort nur höchst interessante Grabsteine, die an eine ganz andere Zeit inmitten einer Weltmetropole erinnern. Und weil Tod und Leben zusammengehören, ist direkt neben dem Alten Friedhof, durch die „Brücken“-straße getrennt, gleich ein Spielplatz. So stehen in Sachsenhausen, wie anderswo auch, Altes und Neues, Lebendiges und Vergängliches eng beieinander und es ist nur eine schmale „Brücke“, die beides miteinander verbindet.

Äppelwoi und Abtsgässchen …

Vom Abtsgässchen aus muss man nur ein paar Schritte über die Schifferstraße laufen und schon ist man zum Relaxen mitten im Stadtgrün – wer aber lieber bei Äppelwoi relaxed, der muss gar nicht weit laufen, weil er das bereits im Abtsgässchen selber tun kann.

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