Anton-Radl-Pfad

frankfurter bembelDer Anton-Radl-Pfad erzählt vom Malen und vom Kupferstechen – eine ideale Kombination. Wer kennt sie nicht, die nicht oder doch kolorierten Kupferstiche. Sie ermöglichen Bilder von solch hoher Genauigkeit, dass man sie auf Distanz betrachtet, mit Fotographien verwechseln könnte. Kupferstecher sind wahre Meister, die damals mit ihrer hohen Kunst auch eine Möglichkeit zur Vervielfältigung von Bildern schaffen.

Von Wien über Brüssel nach Frankfurt …

In Sachsenhausen findet man den Anton-Radl-Pfad in unmittelbarer Nachbarschaft zum Anton-Burger-Weg, den man bereits kennt. 1774 wird Anton Radl in Wien als Handwerkerkind geboren. Er scheint bereits früh die Liebe zur Malerei in sich zu spüren, denn er besucht in Wien die Akademie und lernt Zeichnen. 1790 führt ihn sein Lebensweg nach Brüssel. Dort studiert er Malerei. Vier Jahre später zieht es ihn nach Frankfurt, wo er bei dem berühmten Kupferstecher-Meister J.G. Prestel das Kupferstecher-Handwerk erlernt. Prestel unterrichtet ihn auch in der Guachemalerei, einer ganz besonderen Maltechnik. 1800 heiratet der junge Anton Radl eine Frankfurterin und verdient den Lebensunterhalt durch privaten Mal- und Zeichenunterricht.

Namhafte Begegnungen …

Zu seinen SchülerInnen zählen Wilhelm Beer und Anna Rosina Städel, eine Tochter Johann J. von Willemers. Anna ist die Stieftochter der Marianne von Willemer, die wiederum ein sehr besonderes Verhältnis zu Goethe hat. Und schon schließt sich ein Kreis von zugereisten Österreichern und ortsansässigen Frankfurtern. Man stellt oft fest, dass es einen Zusammenhang gibt, wenn Straßen mit berühmten Namen beieinanderliegen. Auch hier ist das so, was ganz besonders spannend ist.
Über den langen Hainer-Weg ist der Anton-Radl-Pfad mit dem Fußweg „Zum Goetheturm“ verbunden, der am Stadtwald entlang zum Spielpark am Goetheturm führt.
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