Aschaffenburger Straße

frankfurter bembelDer Main als Brücke ….

Es ist der Main, der die Verbindung zwischen Frankfurt und Aschaffenburg herstellt und auf den ersten Blick scheint das die einzige Verbindung zu sein. Aber, keine Straße in Frankfurt, deren Namen nicht irgendeinen Bezug zur Geschichte hätte, egal wie weit die zurückliegen mag. Und so ist das mit der Aschaffenburger Straße eben auch. Grad 200 Jahre ist es her, dass Aschaffenburg die Zentralstadt im Großherzogtum Frankfurt ist, und das von 1810 bis 1813. Kurz nur, aber Grund genug für eine eigene Straße, selbst wenn sie, wie das Großherzogtum, plötzlich hinter dem Henninger-Turm im Nichts endet.

Henninger Turm – mit und ohne Fässchen

Und sie befinden sich in guter Gesellschaft, denn dem berühmten Turm ergeht es Mitte Juli 2013 gerade selber so. Da ist lange schon nichts mehr mit Henninger Bier und Getreidesilo und Aussichtsturm und Drehrestaurant. Der alte Henninger, der lange Lulatsch, muss weichen, muss einem neuen Platz machen und der wird so richtig fein. Ich verspreche mich beim Schreiben: ein Wohn-Traum, nein Wohn-Turm, soll es geben und obendrauf soll sich das berühmte Fässchen wieder drehen. Denn inzwischen hat man dem Turm das Fässchen genommen. Ein Henninger-Turm ohne Fässchen ist kein richtiger Henninger Turm mehr. Über 50 Jahre (1961 bis 2005) war er der höchste aktiv genutzte Siloturm weltweit, doch vor acht Jahren löste ihn der jüngere, die Schapfenmühle in Ulm-Jungingen, ab. Ein Superlativ also, der die Main Metropole verlassen hat. So ist Geschichte.
Auf vielen Umwegen wird aus der 1873 übernommenen Brauerei Stein, die Heinrich Henninger & Söhne, Brauerei Stein. Sie endet in ihrer ehrwürdigen Form als Brauerei mit Turm und Fässchen bei der benachbarten Konkurrenz in Sachsenhausen spätestens im Jahre 2002.
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