Bindingstraße

frankfurter bembel Die Geschichte der Binding Brauerei beginnt 1870 mit Conrad Binding und seiner kleinen Brauerei in der Frankfurter Altstadt. Etwa zehn Jahre später muss er auf den Sachsenhäuser Berg ausweichen, weil der Platz in der Innenstadt nicht mehr reicht. Auch die Binding-Landschaft verändert sich schnell durch Börsengang, Fusionen, Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und finale Übernahme durch den Oetker-Konzern. Und heute braut Hessen an der Darmstädter-Landstraße in Sachsenhausen am größten – doch von dem einstigen Familienunternehmen ist nur mehr der Name Binding geblieben.

Conrad, der Bäckersohn, braut Bier …

Es geht um die Bindingstraße in Sachsenhausen, die ihren Namen von Conrad Binding hat, der 1846 hier geboren wird, 1933 ebenfalls hier stirbt und im Familiengrab auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt ist. Er ist ein Sohn des Bäckerei-Besitzers Daniel Binding, der im wahrsten Sinn des Wortes seine Brötchen selber backt und sie damit auch verdient. Den Vater Binding erfahre ich als dominant, denn er scheint zu wissen, was für seine drei Söhne das Beste ist. Aber Conrad weiß es für sich selbst noch besser und anstatt Anwalt zu werden, wird er erfolgreicher Braumeister mit einer ebenso erfolgreichen Brauerei, die sehr schnell expandiert.

Conrad, der Bierbrauer, liebt Kunst …

Doch Conrad Binding ist nicht nur erfolgsgekrönter Bierbrauer und angesehener Bürger, er ist auch Kunstliebhaber und Mäzen, der reichlich Kunstwerke bei Frankfurter Künstlern in Auftrag gibt. In seinem Umfeld begegnet man Anton Burger aus der Kronberger Malerkolonie wieder und Fritz Boehle, ebenfalls Maler und Bildhauer, nach dem man einen Park an der Darmstädter-Landstraße, den Boehlepark, benennt.
Ach ja, um Conrad selbst rankt sich eine listige kleine Liebesgeschichte, die von Anna erzählt, seiner zweiten Frau – dier Liebe seines Lebens. Eine nette Anekdote, die zeigt, dass auch erfolgreiche Bierbrauer offensichtlich nur Menschen sind.
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