Bornemannstraße

frankfurter bembel Vermutlich geht es in der Bornemannstraße in Sachsenhausen um den Theologen Wilhelm Bornemann, der 1858 in Lüneburg das Licht der Welt erblickt. 1946 stirbt er in Jugenheim bei Darmstadt und dazwischen stellt er sein Leben in den Dienst der evangelischen Kirche. Wilhelm Bornemann studiert Theologie an der Uni Göttingen, wo er 1884 seinen Doktor macht. Danach ist er Inspizient eines Magdeburger Internats, dem Pädagogium „Unserer Lieben Frauen“. Parallel hierzu predigt Bornemann an der Klosterkirche St. Marien ebenfalls in Magdeburg. Das Kloster „Unserer Lieben Frauen“ wird zwischen 1832-1834, nach einem langen schwierigen Weg mit viel Zerstörung und Wiederaufbau, säkularisiert und die Klosterschule, das Pädagogium, wird zur staatlichen Erziehungsanstalt.

Angewandte Theologie + Primus Interpares  …

Später ruft man Bornemann nach Basel, wo er an der Hochschule als ordentlicher Professor über Kirchengeschichte und deren praktische Umsetzung in der Gesellschaft lehrt. Doch da ist Bornemann nur ganze vier Jahre, denn 1902 endlich führt ihn der Weg nach Frankfurt, wo er viele Jahre als Pfarrer an der Alten Nikolaikirche seinen Dienst tut. Und weil es offensichtlich Spaß macht, angewandte Theologie zu lehren, übernimmt er ab den frühen 1920er Jahren so ganz nebenbei auch in Frankfurt einen Lehrstuhl in dieser Disziplin. Ab 1906 ist er der primus inter pares des Predigerministeriums in Frankfurt.
Wilhelm Bornemann veröffentlicht in seinem langen Leben Bücher und Schriften und dichtet geistliche Lieder. Dass Kirchenlieder zur Verinnerlichung der Glaubensinhalte und Überzeugungen ihrer jeweiligen Kirche beitragen und sie deshalb zu jedem Gottesdienst gehören, davon ist er überzeugt.
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