Burnitzstraße

frankfurter bembel Rudolf Heinrich Burnitz, geboren 1827 in Frankfurt – ein Architekt, von dem ich behaupte, dass er schon als Architekt zur Welt kommt! Der Vater, Rudolf Burnitz, ist ebenfalls Architekt und es fällt der Apfel wohl nicht weit vom Stamm. Rudolf Heinrich studiert in Frankfurt, Berlin und Karlsruhe, lebt + lernt zwei Jahre in Italien und als er zurückkehrt, plant er neben vielen anderen Bauten 1874 auch die Neue Börse Frankfurt.

Die Börse braucht mehr Platz  …

Die Alte Börse soll umziehen! So dicht neben der Paulskirche reicht einfach der Platz nicht mehr. Das Deutsche Kaiserreich erlebt auf Grund der zunehmenden Industrialisierung den totalen Aufschwung. Das ist Grund genug, eine neue, viel größere Börse zu bauen und sie ganz besonders aufzuputzen. Immerhin, Frankfurt ist bereits im 19. Jhd. einer der bedeutendsten Börsenplätze. Nach nur fünf Jahren Bauzeit wird sie 1879 eingeweiht. Die Frankfurter Börse zählt bis heute zu den wichtigsten Handelsplätzen der Welt. Damit man sie von außen auch erkennt, denn nicht jeder weiß ja, was sich hinter Sandsteinfassaden und Säulen so alles zu verbergen vermag, stellt man, quasi als registered trademark, Bullen und Bär vor ihre Haustür. Die beiden Tierplastiken aus Bronze erschafft der Bildhauer Reinhard Dachlauer, der 1922 in Frankfurt geboren ist und damit freilich einen Bezug zur Stadt hat.

In Frankfurt unvergessen …

Bulle und Bär / Neue Börse / Burnitzstraße / Sachsenhausen. Nur eine Straße? Heinrich Burnitz plant, wie der Vater auch, neben vielen privaten Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden, auch den Saalbau (1861) in der Junghofstraße, der 1944 zerstört wird. Über sein und das Wirken seiner Familie gibt das Historische Museum Frankfurt am Römerberg mit einer eigenen Sammlung, dem Burnitz-Konvolut, umfangreiche Auskunft.
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