Cranachstraße

frankfurter bembel Die Cranachs sind eine große, eine berühmte Familie und nicht wenige Familienmitglieder tragen diesen großen Namen. Meine Wahl fällt deshalb auf Lucas Cranach den Älteren. Auch Frankfurt am Main ehrt die berühmte Familie mit einer Cranachstraße in Sachsenhausen.
Frühe Jahre und Wanderwege eines jungen Künstlers 
Ungefähr 1472, nur wenige Jahre später als der berühmte Malerkollege Holbein und fast zur gleichen Zeit wie Albrecht Dürer, wird Lucas Cranach in Kronach als eines von fünf Kindern geboren. Diesmal ist es eine angesehene, wohl bestellte Familie, in die hinein ein Genie geboren wird. Lucas wird künstlerisch ausgebildet und wie es auch in der Renaissance üblich ist, geht der junge Mensch auf Wanderschaft zu weiteren Ausbildungs- und Studienzwecken.
Lucas Cranach gelangt über Wien nach Wittenberg, ca. 1504, wird dort am Hof des Kurfürsten Friedrich dem Weisen von Sachsen angestellt, wo er als Hofmaler und später als Leiter der Malerwerkstatt ein umfangreiches Aufgabengebiet übernimmt.
Von Wittenberg bis Weimar – bewegtes Leben 
Er bleibt in Wittenberg, heiratet, baut seine eigene Malerwerkstatt aus und beginnt mit dem Verlegen und Verkaufen von Büchern. Cranach lernt Martin Luther und Philipp Melanchthon kennen und ihre Familien befreunden sich. Er teilt die Ansichten der Reformisten und mit seinen künstlerischen und sonstigen Fähigkeiten gestaltet er die geistige Entwicklung dieser Zeit mit. 1522 verlegt er das Septembertestament, Luthers Übersetzung des Neuen Testamentes.
Obwohl er ohne Zögern seine Sympathie für Luthers reformerische Gedanken zeigt, ist sein Verhältnis zur katholischen Kirche dennoch gut – Lucas Cranach ist ein Diplomat und er ist erfolgreich, auch als Bürgermeister. Dann verlässt er 1550 Wittenberg zwangsläufig, weil er seinem letzten Dienstherren, Herzog Johann Friedrich dem Großmütigen, in die Gefangenschaft folgt und gelangt so über Österreich nach Weimar, wo er 1553 stirbt.
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