Danneckerstraße

frankfurter bembel Johann Heinrich von Dannecker ist der geistige Vater der Danneckerstraße und nein, er ist kein Frankfurter,  er stammt aus Stuttgart. Geboren wird er 1758 als Sohn eines Stallknechts des württembergischen Herzogs und, das überrascht mich, seine Karriere beginnt er beim Ballett! Bald aber kommt er in den Genuss einer Ausbildung als Bildhauer, und wie das Leben spielt, landet er an der Hohen Karlsschule in Stuttgart, die 1782 zur Uni erklärt wird. Nach Beendigung seiner Ausbildung soll er ein Leben lang Bildhauer am württembergischen Hof sein, was auf seine künstlerischen Qualitäten schließen lässt. Es folgen Studienjahre im Ausland, darauf langes künstlerisches Wirken in der Heimat. 1841 stirbt von Dannecker in Stuttgart.

Was hat er mit Frankfurt – Sachsenhausen zu tun? Mit Sachsenhausen verbindet ihn eine Frau! Wie anders könnte es auch sein. Noch dazu eine, die den rettenden Faden zu spinnen weiß – Ariadne.

Die schöne Ariadne – das Biest …

Ariadne ist eigentlich eine griechische Göttin und sie ist ein Biest! Nach ihr benannt ist der berühmte Ariadnefaden, den sie dem Theseus mit in ein Labyrinth gibt, damit er nach getaner Arbeit den Weg daraus wieder zurückfindet. Das ist erst einmal nett, aber sie tut das nur, wenn er verspricht, sie zu heiraten, woraus dann letztlich doch nichts wird.
Von Dannecker stellt Ariadne auf einem Panther ruhend in Form einer Marmorstatue dar und diese Ariadne auf dem Panther findet in internationalen Fachkreisen schon gleich zu Beginn als Meisterleistung große Anerkennung. 1810 kommt das schöne Biest durch den Frankfurter Bankier von Bethmann an den Main, wo er ihr auch ein eigenes Museum zur Verfügung stellt, das Ariadneum.

Ariadne im Liebighaus …

Heute lässt sich die berühmte Schöne am südlichen Mainufer im Liebighaus in Sachsenhausen bewundern, das von der Danneckerstraße aus fast nur um´s Eck ist. Im Liebighaus ist Ariadne auf dem Panther nicht alleine. Längst sind da ganz andere mit von der Partie. Und wieder begegnen sich die Antike und das Junge Wilde!
Die Danneckerstraße stellt die Verbindung zwischen Souchaystraße und Bodenstedtstraße dar und endet in östlicher Richtung am Alten Friedhof.
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