Darmstädter-Landstraße

frankfurter bembelWie könnte es anders sein, die Darmstädter-Landstraße erhält ihren Namen von der Universitätsstadt Darmstadt, die nur ca. 30 km südlich von Frankfurt am Main liegt. Diese Straße entspringt dem Affentorplatz, führt mitten durch Sachsenhausen samt dem Stadtwald, um an der Stadtgrenze zu Neu-Isenburg zur Frankfurter-Straße zu werden.

Deutsche Jugendstil-Stadt Darmstadt …

Bekannt ist die Stadt Darmstadt nicht nur wegen seiner Hochschulen. Auch als Zentrum des Jugendstils trägt sie einen großen Namen, wovon die einstige Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe noch heute zeugt. Es ist Großherzog Ernst Ludwig, der 1899 die Errichtung der Künstlerkolonie veranlasst. Große, richtungsweisende Ansprüche stellt der adelige Mäzen an den österreichischen Architekten Olbrich und an all die anderen Künstler, die er nach Darmstadt ruft. Der Architekt, die Bildhauer, Designer, Maler und … sollen eine neue Richtung im Wohnungsbau erarbeiten, sollen künstlerisches und handwerkliches Können zusammenführen und attraktive Formen für Bauen und Wohnen, auch für Geringverdiener, entwickeln.

Moderner Wohnungsbau – Projekte eines ergeizigen Großherzogs …

Zwei Jahre später wird das Projekt in einer Art 1. Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert – mit großem Erfolg und großem finanziellem Verlust. Doch Pioniere geben eher nicht auf und so folgen in den Jahren danach drei weitere Ausstellungen (1904, 1908 und 1914), in deren Rahmen verschiedene Formen modernen Wohnungsbaus demonstriert werden. Das Spektrum reicht vom anspruchsvollen Einfamilienhaus bis hin zur bereits durchgestylten Mietwohnung.

Die Rosenhöhe löst die Mathildenhöhe ab …

1918 hört das Wirken in der Kolonie auf, denn der Großherzog nimmt seinen Hut und dankt ab. Und 42 Jahre später entsteht eine neue Künstlerkolonie in der Nähe der einstigen, die Rosenhöhe, deren Mäzenin die Stadt Darmstadt selbst ist.
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