Dielmannstraße

frankfurter bembelDie Dielmannstraße ist auf Jakob F. Dielmann zurückzuführen und der wird 1809 in Frankfurt am Main geboren. Doch bevor der Mensch in dem Alter ist, in dem er am Städelschen Kunstinstitut lernt, wie man richtig mit Form und Farbe umgeht, absolviert das junge Talent eine Lehre als Lithograph.
Die Lithographie ist das Druckverfahren seiner Zeit, und eine Ausbildung zum Lithographen soll ihm später sehr nützlich sein. Um an einer Lithographenschule überhaupt aufgenommen zu werden, muss einer allerdings richtig gut zeichnen können und ein gutes Auge für Farben haben. Dielmann hat das! Die Lithographie setzt aber auch voraus, dass man Zeichnungen, Bilder, Texte, was immer man zu drucken gedenkt, spiegelverkehrt auf einen Lithographiestein übertragen kann, was nun nicht wirklich jeder kann! Er muss also ein Künstler sein, denn er kann das!
1835 trifft man ihn in Düsseldorf wieder, wo er an der Düsseldorfer Kunstakademie weiter studiert und seinen eigenen Weg herausarbeitet. Er liebt die Darstellung des Alltäglichen, des Unspektakulären und malt die Szenen, die das Leben schreibt. Nicht großformatig, eher klein, doch dafür höchst genau – das hat er ja gelernt. Er lebt kurzzeitig im nordhessischen Willingshausen, einem schwälmer Städtchen mit viel Fachwerk. Hier hat das Grimm´sche Rotkäppchen seine Heimat. Wieso? Ludwig E. Grimm, der Bruder unserer bekanntesten Märchenerzähler ist Mitglied der Willingshäuser Malerkolonie. Er malt die Trachtenmädel mit den roten Betzel auf ihren Hauben, was die Vorlage zum Rotkäppchen werden soll.
Sieben Jahre später kehrt Dielmann in die Geburtsstadt Frankfurt, zurück an die einstige Akademie. Hier lernt er Anton Burger kennen, der jetzt sein Lehrer wird. Zusammen mit ihm gründet Dielmann 1861 die Kronberger Malerkolonie und auch seine Kunst ist sehr gefragt.
1885 stirbt der Maler und Illustrator Jakob F. Dielmann.
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