Dreikönigstraße

frankfurter bembel Die Dreikönigstraße erhält ihren Namen von der Dreikönigskirche, die man 1875 am Mainufer erbaut. Weil baufällig, wird die alte Kirche abgerissen und nach den Plänen des Baumeisters Franz Josef Denzinger in nur fünf Jahren Bauzeit neu aufgebaut. Denzinger wird 1821 in Lüttich geboren und stirbt 1894 in Nürnberg. Dazwischen ist er Architekt und Kirchenbaumeister, ist 1859 Dombaumeister in Regensburg, übersiedelt 1869 nach Frankfurt am Main, um hier in gleicher Funktion den Wiederaufbau des zerstörten Frankfurter Domes zu leiten. 
Heilige Drei Könige – Dreikönigskirche …
Von der Alten Brücke aus der Altstadt kommend, geht es über das Sachsenhäuser Ufer rechts ab in die Dreikönigsstraße, wobei sie an der neugotischen evangelisch-lutherischen dreikoenigskirche vom mainufer ausDreikönigskirche vorbeiführt. Ihre Anfänge liegen jedoch sehr viel früher. Es ist ein Sachsenhausener, der 1338 an diesem Platz eine Kapelle erbauen lässt, um sie den „Heiligen Drei Königen“ zu widmen. Die Kapelle gehört der katholischen Kirche und ist damit St. Bartholomäus, dem Frankfurter Dom, unterstellt. Das wiederum bedeutet, dass sie über keinen eigenständigen Seelsorger verfügt, was zu mächtig starkem Unmut in Sachsenhausen, so nah vor den Toren der Mutterstadt Frankfurt, führt. Der Grund: Sind abends die Stadttore von Frankfurt geschlossen, kann in Sachsenhausen keine bedürftige Menschenseele seelsorgerisch betreut werden.
Ein Seelsorger für Sachsenhausen …
In Sachsenhausen verlangt man also nach einen eigenen Seelsorger und nach langem Ringen wird die Kapelle 1452 endlich zu einer Filialkirche des Domes erhoben + bekommt den ersehnten Priester. Bei den Verhandlungen um den Status einer Filialkirche hört man auch von Nikolaus von Kues, der wohl maßgeblich an dieser Positiv-Entscheidung mitwirkt. Er scheint ein einflussreicher katholischer Kirchenmann zu sein, der mich mit seinen überraschend liberalen Ansichten hinsichtlich der verschiedenen Glaubensrichtungen mächtig beeindruckt.
Die Reformation macht aus …
Doch dann die Reformation! 1525 wendet sich das Blatt völlig und in der Dreikönigskirche dürfen von nun an nur mehr Reformierte predigen. Von Stund an ist sie evangelisch-lutherisch, und das ist sie bis heute.
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