Elisabethenstraße

frankfurter bembel Wenn Frauen einer Straße posthum ihren Namen leihen, dann waren sie meist Heilige. Im Falle der Elisabethenstraße in Sachsenhausen ist das wahrscheinlich so. Diese Straße verdankt ihren Namen der Heiligen Elisabeth von Thüringen (1207 – 1231), die noch immer von den beiden großen christlichen Konfessionen als Symbol der Nächstenliebe verehrt wird.
Eine ungarische Prinzessin …
Elisabeth ist eigentlich eine ungarische Prinzessin, die schon sehr, sehr früh an den Thüringischen Hof kommt. Dort soll sie namlich von klein auf an diese höfischen Gepflogenheiten gewöhnt werden. Bereits als Säugling hat man sie als zukünftige Landgräfin nach Thüringen versprochen – ein Versprechen, welches das Kind auch einhält, zwangsläufig! Elisabeth wächst zu einer  frommen Frau heran. Sie ist ausgesprochen hilfsbereit und widmet sich später, nachdem ihr Gatte verstorben ist, ganz dem karitativen Leben und das hingebungsvoll. Doch mit gerademal 24 Jahren stirbt auch sie. Nur vier Jahre später erfolgt bereits ihre Heiligsprechung. Da müssen andere schon sehr viel länger warten.
Von Frankfurt nach Marburg …
Den Bezug zur Elisabethenstraße in Sachsenhausen finde ich in der Tatsache, dass es von Sachsenhausen aus einen Pilgerweg gibt, den Elisabethenpfad, der an der  Deutschordenskirche am Mainufer beginnt. Von hier führt er durch Frankfurt bis zur Elisabethkirche in Marburg.
Am Schnittpunkt von Brückenstraße / Elisabethenstraße begegnen sich heute Moderne und Mittelalter – das junge Wilde und das junge Heilige – Kontraste, die Impulse sind. Welchem Impuls man folgen mag, kann heute erfreulicherweise jeder für sich selbst entscheiden!
[pw_map address=“Elisabethenstraße Frankfurt am Main“ width=“400px“ height=“300px“]