Ferdinand-Schrey-Weg

frankfurter bembel In unmittelbarer Nachbarschaft von Esperantostraße und Carl-Barthel-Weg ist der Ferdinand-Schrey-Weg geistig in Sachsenhausen gut positioniert.
Wie könnte es anders sein, die Straße erhält ihren Namen von Ferdinand Schrey, der 1850 in Elberfeld geboren wird. Ferdinand scheint eine glückliche und spannende Kindheit im Rahmen einer Art Großfamilie zu erleben. Mit 13 Jahren jedoch ist er Vollwaise und bereits als 14-Jähriger beginnt er eine Lehre als Bankkaufmann. Mit 18 hat er nicht nur die Lehre abgeschlossen, sondern autodidaktisch auch Französisch und Englisch gelernt. Und das soll nur sein erster Schritt in die Freiheit sein, denn Banker sein, das will er nicht.
Von Knöpfen und Schreibmaschinen …
Lieber zieht er 1870 in den Krieg gegen die Franzosen und als er zurück ist, zeigt sich, was in ihm steckt. Aus einem Angestellten wird bald schon der Eigentümer einer Fabrik: Er wird Knopffabrikant. Doch nur für zehn Jahre, denn in diesen Jahren erkennt er einen neuen Markt – die Schreibmaschine. Die Amerikaner bauen sie, die Hammond, und mit ihr schlägt seine Stunde. Als Generalvertreter für die DACH-Länder (Deutschland, Austria, Chwiz) hat er Erfolg und gründet bald schon eine Schule, in der man Stenographie und Maschineschreiben lernen kann. Damit schafft er ein Ausbildungspaket, das sich schnell etablieren und über Jahrzehnte hinweg behaupten wird.
Schreibmaschinen und die Schule für Stenographie …
1891 verlagert Ferdinand Schrey sein privates und unternehmerisches Leben nach Berlin und erarbeitet sich, bis in die 1920er Jahre hinein, mit einem Geschäft für Schreibmaschinen, Büroartikel und der Schule für Steno und Maschine, ein Vermögen. Doch dann, die Inflation! Sie nimmt ihm, was er erwirtschaftet hat – wie so vielen. 1938 stirbt Ferdinand Schrey in Berlin. Wirklich Wesentliches leistet der Mann jedoch auf dem Gebiet der Stenographie. 1888 wird das Lehrbuch für Vereinfachte deutsche Stenographie veröffentlicht, an dessen Entstehung er maßgeblich beteiligt ist.
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