Frankensteiner-Straße

frankfurter bembel Nein, hier darf man nicht dem Irrtum verfallen, dass es sich bei der Frankensteiner-Straße und dem dazu gehörigen Frankensteiner Platz um das Gruselmonster aus dem gleichnamigen Roman von Mary Shelly handelt. Hier geht es um ganz anderes, wenngleich ich bei meinen Streifzügen durch das Mittelalter inklusive Neuzeit auf manch gruselige Geschichte gestoßen bin.

Bischof von Worms …

Die Frankensteiner-Straße wird nach den Herren von und zu Frankenstein benannt, die sich südlich von Darmstadt eine gleichnamige Burg bauen, von der man Mitte des 13. Jahrhundert erstmals hört. Die Herren mit Sitz auf Burg Frankenstein sind aber nicht nur hier die Herren, sie verfügen auch über Güter und Rechte in Frankfurt am Main, resp. Sachsenhausen. Auf Burg Frankenstein wird 1610 der zukünftige Bischof von Worms, Johann Karl von und zu Frankenstein, geboren. Später studiert er Theologie. Ab 1654 ist er als Domherr in Worms und ebenda ab 1683 als Bischof anzutreffen.

Krieg als Folge von Erbstreitigkeiten …

Doch gleich wie es einen spanischen Erbfolgekrieg gibt, so gibt es zuvor (1688-1697) auch einen pfälzischen Erbfolgekrieg. Während dieser Streitigkeiten gehen 1689 Worms, der Dom und auch der Sitz des Bischofs in französischen Flammen auf. Der Bischof muss die Stadt verlassen, will sich auf seinem Schloss bei Dirmstein, ganz in meiner Nähe, in Sicherheit bringen. Doch von hier muss er fliehen und zwar nach Frankfurt-Sachsenhausen, wo ihm ebenfalls ein Gut gehört. Dorthin zieht er sich zurück. Doch nur zwei Jahre später stirbt er ebenda und wird im Kaiserdom St. Bartholomäus prunkvoll beigesetzt.

Doch gruselig …

Im Dom begegnet man szs. der Geschichte des Apostel Bartholomäus, dem Namensgeber des Kaiserdom zu Frankfurt. Wer dessen Ende kennt, der braucht weiß Gott nicht auszuziehen, um das Fürchten zu lernen.

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