Boehlepark + Fritz-Boehle-Straße

frankfurter bembel 1874 kommt der einjährige Fritz Boehle aus Emmendingen nach Frankfurt und er wird zum geistigen Vater des Boehleparks und der Fritz-Boehle-Straße in Sachsenhausen. Sein Vater wiederum ist ein schwäbischer Kaufmann und ich frage mich immer wieder, wie es kommt, dass die Eltern großer Größen oft so gar nichts mit dem am Hut zu haben scheinen, mit dem sich ihre Sprösslinge später hervortun werden. Bei Fritz Boehle scheint das auch so, denn er besucht bereits mit nur dreizehn Jahren das Städelsche Kunstinstitut, wo er Malen, Zeichnen und Bildhauerei studiert und von Johann Heinrich Hasselhorst und Frank Kirchbach unterrichtet wird. Danach folgt eine kurze Auszeit in München und eine Studienreise nach Italien. Ab 1897 lässt er sich ganz in Frankfurt nieder und richtet sich im Deutschordenshaus am Main ein Atelier ein.

Boehle und Binding, mehr als nur Freundschaft …

Er ist sehr erfolgreich. Er malt, zeichnet, radiert und erschafft Skulpturen und ein Umzug ins eigene Wohnhaus mit Gelände am Sachsenhäuser Berg steht 1906 an. Dort, zwischen dem 1. Wartegässchen und dem Sachsenhäuser Landwehrweg richtet er sich ein und ist weiterhin ein gefragter Künstler. Conrad Binding enger Freund und Förderer Fritz Boehles. Von Binding erhält Boehle viele Aufträge für dessen private Sammlung.

Kurzes vergängliches Leben – Bleibendes geschaffen …

Doch Boehle leidet an Diabetes und 1916 schlägt die Krankheit zu; er stirbt mit nur 33 Jahren in Frankfurt. Aus seinem Haus und Hof werden Boehle-Haus und Boehlepark am Sachsenhäuser Berg.
Im Laufe seines künstlerischen Schaffens bleibt Fritz Boehle eher klassisch, lehnt sich an die tradierten Sujets und Maltechniken alter Meister, hauptsächlich Albrecht Dürers an und bevorzugt die Darstellung von Menschen und Tieren. Er ist ein sehr genauer Beobachter, der seine Modelle nur allzu perfekt zu erfassen und darzustellen weiß.
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