Großer und Kleiner Ruppenackerweg

frankfurter bembel Ruppenackerweg? Das herauszufinden war jetzt nicht ganz einfach. Was nur könnte ein Ruppenacker sein? Man könnte über Raupenplage auf dem Acker nachdenken – macht wenig Sinn. Man könnte über Rupfen sinnieren – auch das macht nicht viel mehr Sinn! Doch dann folgt die Erklärung: Die Ruppe ist ein Fisch. Die Ruppe ist ein Süßwasserfisch! Das könnte passen! Denn da, wo heute der Kleine und der Große Ruppenackerweg in Sachsenhausen sind, da sind ganz früher Wald, Wiese und Acker und vor allem jede Menge Tümpel und kleine Weiher. Das könnte ein El Dorado für Ruppen gewesen sein, denn die lieben solch klare Naturgewässer.
Gefräßig und aalglatt …
Die Ruppe oder Aalraupe hat einen flachen, breiten Kopf und eine unverhältnismäßig große Klappe. Sie hat einen relativ langen Leib mit einem ziemlich dicken Bauch, in den damit auch ziemlich viel hineinpasst. Sie ist kürzer als der Aal und ihre Haut ist ohne Schuppen. Die Ruppe ist szs. aalglatt, was sie mit einem Aal durchaus verbinden könnte – tut es aber nicht, denn die Ruppe oder Quappe oder Rutte oder Aalquappe …. zählt zur Familie der Dorsche.
Wer andere frisst, wird selbst …. – alles nur eine Frage der Zeit …
Laut Quelle leitet man ihren Namen von einer höchst unangenehmen Eigenschaft ab: Die Ruppe ist ein Räuber und ruppen kommt von „rauben von …“ – in ihrem Fall vom Rauben kleinerer Lebewesen aus dem Wasser. Sie scheint Unmengen verspeisen zu können, wobei sie gar nicht wählerisch ist und nimmt, was Saison und Gelegenheit ihr bieten. Sie frisst Frösche, Wasserschnecken, kleine Fische …, eben alles mit und ohne Wirbel und alles, was durch ihr großes Mundwerk passt. Und wie man bereits von der Schneckenhofstraße weiß, schmecken Schnecken, auch Wasserschnecken, ganz besonders lecker. Wenn sich aber einer unverhältnismäßig von Leckerem ernährt, dann wird er oftmals selber lecker, was der Ruppe selbst zum Verhängnis wird. Die Ruppe nämlich ist ein exquisiter + damit sehr beliebter Speisefisch.
Das Fleisch der Ruppe hat nur sehr wenige Gräten und es ist so fett wie das des Aal. Deshalb braucht es zur Verdauung einen ordentlichen Schnaps. So jedenfalls sagt man das im hohen Norden Deutschlands: Fisch will schwimmen und auf einen fetten Fisch braucht´s einen fetten Schnaps! Da muss man es ja wissen!
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