Gutzkowstraße

frankfurter bembelUnd wieder begegne ich in der Gutzkowstraße in Sachsenhausen einer Berühmtheit, diesmal aus dem Bereich des schreibenden Genres – Karl Ferdinand Gutzkow. Bevor ich diese Internetseite ins Leben gerufen habe, wusste ich über diesen Mann gar nichts, womit sich die Aussage bestätigt, dass man einzig anhand von Straßennamen Neues entdecken + lernen kann.
Ausbildung + Berufung ….
1811 wird Karl Ferdinand Gutzkow in Berlin geboren und ist ein Kind aus einem Elternhaus, das erst einmal nicht zur damaligen Upperclass gehört. Doch er besucht das Gymnasium in Berlin. Dank eines Stipendiums führt ihn sein Weg an die Universitäten Berlin, Heidelberg und München, wo er sich einer Reihe verschiedener Fachrichtungen widmet.
Dann wird er als Journalist, Schriftsteller und als Verleger nicht nur eine geistige Institution. Sein Lebenslauf und seine Leistungen sind so umfangreich, dass es eines großen Rahmens bedarf, um ihnen gerecht zu werden.
Kritisch in Frankfurt. Verleger in Frankfurt …
Was verbindet ihn mit Frankfurt am Main, das ihm eine schöne Straße widmet? Karl Ferdinand Gutzkow ist mächtig bekannt und ein schillernder Zeitgenosse. Er ist kritisch, politisch und engagiert bei allem, was er tut und, während der Jahre 1835 bis 1838 lebt er in Frankfurt! Hier gibt er als Verleger verschiedene bekannte Schriften heraus. Als Schriftsteller ist er immer wieder ein Stein des Anstoßes und Zentrum von Skandalen, wird immer wieder mit Druckverboten sanktioniert. Egal, er ist aktiv, er ist lebendig.
1836 heiratet er eine Frankfurterin, verlässt 1838 die Stadt, um 1877 nach Sachsenhausen zurückzukehren. Karl Ferdinand Gutzkow stirbt ein Jahr später, 1878, und findet seine letzte Ruhe auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.
Vom Schweizer Platz in Richtung Osten …
Die Gutzkowstraße ist eine lange Straße, die vom Schweizer Platz ausgehend in Richtung Osten führt. Die schönen Hausfassaden der Gründerzeit machen einen Spaziergang auch zum optischen Genuss. Am Alten Friedhof kreuzt sie die Brückenstraße und bevor man sich weiter auf den Weg in Richtung Martin-May-Straße macht, bietet sich eine kleine Verschnaufpause im kleinen Park am Alten Friedhof an.
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