Hainer Weg

frankfurter bembelDer Hainer Weg ist der lange Lulatsch in Sachsenhausen, der an der Offenbacher Landstraße entspringt und im Süden an der Stadtwaldgrenze in die Babenhäuser Landstraße einmündet. Ich blicke auf meine Frankfurter Zeit zurück, denn auf dem Weg zum ehemaligen Garten von Onkel und Tante im Sachsenhäuser Landwehrweg geht´s immer durch den Hainer Weg, der ja einiges zu bieten hat. Relativ am Anfang steht der Henninger Turm, auch so ein hoher Lulatsch. Den will man jetzt allerdings abtragen, um ihn danach als elegante Wohnanlage dem Original entsprechend neu aufzubauen. Die lange Fahrt zum Garten verläuft am Henninger Turm und am Südfriedhof vorbei und danach erst erreicht man das wohlverdiente Grün.
Die geistige Mutter des Hainer Weg ist die Burg Hayn, die im 11. Jahrhundert im Dreieichenhain im Wildbann Dreieich ausgebaut wird. Zuvor steht hier nur ein kleinerer Jagdhof, der Königen und Kaisern als feudale Unterkunft während der Jagd dient. Dann wird der Hof erweitert und wird als Turmburg zum Stammsitz der Reichsvögte, die von hier das große Gebiet verwalten. Die Reichsvögte haben dafür zu sorgen, dass weder Holz, noch Wild, noch Fisch heimlich den Wald verlassen, denn die dürfen nur dem Herrscher und den Seinen folgen. Welch ein Mensch versteht das schon, wenn er Hunger hat? Dennoch, wer es partout nicht verstehen will, der hat mit äußerst drastischen Strafen zu rechnen, die u.U. auch mal eine Hand kosten können. Die Verwaltung übernehmen der Reihe nach die Herren von Hagen-Münzenberg und später die von Falkenstein.
Die Ruine Hayn ist traumhaft gelegen und bietet neben viel Geschichte auch viel Baugeschichte. Die Hayn erwähnt man als die älteste Steinburg und die am besten erhaltene Turmburg Deutschlands. Der seit 1871 existierende Heimatverein kümmert sich bis heute mit Hingabe um den Erhalt dieses Kleinodes der Baugeschichte. Ein Besuch lohnt ….
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