Hasselhorstweg

frankfurter bembelHier draußen, am Rande Sachsenhausens, da wo Hasselhorstweg, Anton-Burger-Weg, Anton-Radl-Pfad + Bernhard-Mannfeld-Weg sich zusammenfinden, da sind die Namenspatrone selbiger Straßen unter sich. Eines verbindet sie alle miteinander: Die Kunst.

Ausbildung und Wanderschaft eines Künstlers ….

Johann Heinrich Hasselhorst ist Frankfurter und bleibt es auch! 1825 wird er in Frankfurt geboren und stirbt 1904 ebenfalls hier. Dazwischen jedoch liegt ein bewegtes Leben; Hasselhorst ist Schüler an der Städelschule in Frankfurt am Main. Er malt und zeichnet vorzugsweise Vorort, fühlt er sich seiner Heimatstadt doch sehr verbunden. Aber gleich nach Beendigung seiner Studienzeit geht auch er, wie die meisten seiner Künstlerkollegen, 1852 für einige Jahre auf Wanderschaft nach Frankreich und Italien, um seine Fähigkeiten zu schulen und um dazuzulernen.

Island-Reise …

Zurück von seinem Auslandsaufenthalt, unterrichtet er ab 1860 Zeichnen und Malen an dem Kunstinstitut, an dem er selbst gelernt hat. Dann, Anfang der 1860er Jahre begleitet Hasselhorst den aus Frankfurt stammenden Gutsbesitzer Georg von Berna und den schweizer Geologen Carl Vogt auf einer Island-Expedition, wobei er die Eindrücke dieser Reise in Öl fixiert. Man kennt das, Bilder von Reisen werden gemalt, weil Fotografieren längst noch keine Selbstverständlichkeit ist. Und obwohl die Fotografie Mitte des 19. Jahrhunderts bereits bekannt ist, erscheint das erste Foto in einem deutschen Wochenblatt erst gegen Ende desselben.

Hasselhorsts bevorzugte Sujets …

Johann Heinrich Hasselhorst liebt es, das Volk bei seinem Alltagsleben zu beobachten und in völlig alltäglichen Situationen zu malen. Er beobachtet genau, malt Portraits und Szenen, wie sie nur das Leben selber malt. Die Kunst des Künstlers liegt auch darin, dass er ganze Ereignissabläufe in einen einzigen Augenblick zu komprimieren und in Öl zu fixieren vermag. Hasselhorst malt bspw. das Leben vom Ebbelwoi belustigter Frankfurter in aaner Ebbelwoistubb (1865) in Sachsenhausen oder das derer, die sich beim Wäldchestag (1871) im Wald mit Kind samt Kegel vergnügen, so detailgetreu, dass so manch ein Betrachter womöglich gerne mitfeiern möchte.
Den Wäldchestag, den kennt wohl jeder in Frankfurt – es ist das Volksfest der Frankfurter, das die bereits im 14. Jahrhundert feiern  …
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