Heinrich-Limpert-Weg

frankfurter bembelDer Heinrich-Limpert-Weg bildet die nördliche Begrenzung des Südfriedhofs in Sachsenhausen – hier paaren sich viel Grün und moderne Architektur! Heinrich Limpert ist Frankfurter, ist Maler und Bildhauer und wird 1858 hier geboren.

Lehrer, die zu seinem Weg gehören …

Der talentierte Heinrich besucht ab 1870 das Städelsche Kunstinstitut und lernt unter der Führung von J. H. Hasselhorst und O. Sommers, wie man richtig zeichnet und malt, wie man mit Perspektive, Form und Farbe umgeht. Jetzt erinnere ich mich an eine Aussage Leonardo da Vincis, der seine Gemälde bereits vor dem inneren Auge sieht und später nur malt, was er zuvor gesehen hat. Auch der berühmte Lehrer Hasselhorst scheint diesen Anspruch an seine Studierenden zu haben! Nur, die praktische Umsetzung eingehender Visionen erfordert neben Talent eben auch technische Perfektion. Exakt darin trainiert er seinen Schüler Limpert.

Studienreisen und Rückkehr nach Frankfurt …

Nach dem Studium am Städelschen Kunstinstitut geht Limpert auf Studienreise nach Italien und Ungarn. Es folgen drei Jahre Karlsruher Kunstakademie. Er reist auch in die Niederlande, lebt zeitweise in Italien, wo er wie Goethe, die Campgana besonders lieben lernt; er malt und zeichnet, fühlt sich in der Natur wohl. Doch Anfang der 1880er Jahre kehrt er nach Frankfurt zurück, wo er erfolgreich weiter wirkt. Seine Werke sind gefragt und es boomt im Hause Limpert. Der Künstler nimmt an Ausstellungen teil, schafft neben unzähligen Gemälden auch Plastiken und bis der Erste Weltkrieg beginnt, nimmt er am regen öffentlichen Leben der Frankfurter Künstlerszene teil.    
Nach diesem Krieg ist alles anders und den Rest erledigt zudem die Inflation in den 20er Jahren. Bis zu seinem Tode 1938 bleibt es jedoch nicht still um den Kunstschaffenden. Er malt und schreibt und wird anlässlich seines 80. Geburtstages noch einmal mit einer Ausstellung geehrt.
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