Kaulbachstraße

frankfurter bembelSachsenhausen erinnernt mit der Kaulbachstraße an einen Künstler von großen Formaten. Er heißt Wilhelm Kaulbach, wird 1805 in der Nähe von Kassel geboren und stirbt 1874 in München. Auch er stammt, wie andere schöpferische Größen, aus einem materiell eher ungesicherten Elternhaus. Es ist der Vater, ein Goldschmied, der seine Familie mühsam ernährt und dennoch den Buben an die Kunst heranführt. 1822 beginnen Wilhelms Lehr- und Wanderjahre. Man begegnet ihm an der Kunstakademie in Düsseldorf, wo er Malerei studiert und durch Peter von Cornelius, seinen Lehrer, nachhaltig geprägt wird. Dann geht der junge Kaulbach nach München; später trifft man auf ihn in Italien und noch später begegnet man ihm wiederum in Bayern am Hof König Ludwigs I.

Wilhelm von Kaulbach – der Historienmaler …

Im Laufe seines Lebens entwickelt sich Wilhelm Kaulbach zu einer Berühmtheit. Er malt großartige Gemälde an Decken und Wänden mit historischen und literarischen Motiven und wird mit einem besonderen Werk, der Hunnenschlacht berühmt. Daraufhin macht ihn König Ludwig I. 1837 kurzer Hand zum Hofmaler am bayerischen Hof. Ich gehe davon aus, dass er sich seitdem von Kaulbach nennen darf und gönne ihm das.

Und wieder baut Goethe, wie so oft, die Brücke nach Frankfurt …

Was aber macht den Mann so bekannt, dass er einer Straße in Sachsenhausen würdig ist? Ich suche das herauszufinden. Er passt zum Viertel, weil er in die Zeit passt, sein Image stimmt auch und immerhin ist er in Hessen geboren. Dann die ultimative Erkenntnis: Ich begegne ihm bei einem berühmten Altfrankfurter, bei Herrn von Goethe – nicht persönlich freilich, aber immerhin.         

Von Kaulbach und der Reinecke Fuchs …

Auch Wilhelm von Kaulbach begegnet von Goethe nicht persönlich. Kann er gar nicht, denn der ist ja bereits 1832 in Weimar gestorben. Doch im Auftrag des Stuttgarter Verlegers Cotta, fertigt der Künstler Zeichnungen zu Goethes Epos „Reinecke Fuchs“ an und von Stund´ an sind beide künstlerische Größen nicht mehr voneinander zu trennen. Ich verstehe und kann mich getrost auf zur nächsten Straße machen  …
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Ein Gedanke zu “Kaulbachstraße

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