Klappergasse

frankfurter bembel Wie wohl jeder Frankfurter weiß, gibt es eine herzhafte Geschichte um die Klappergass´, die Gasse, die ohne die Fraa Rauscher gar nicht denkbar ist. Für Nichtfrankfurter hier die Erklärung:
Die Frau Rauscher ist eine originelle Person, die irgendwann zwischen 1800 und 1900 in Sachsenhausen als Marktfrau bekannt und dem Äppelwoi sehr zugeneigt ist. Eines Tages, mitten am helllichten Tag, findet man die Frau Rauscher, mit einer dicken Beule am Kopf, im Straßengraben liegend. Wie schlimme Kinder halt so sind, machen die sich spottend über die hilflose Frau her, was schlimm genug ist. Viel schlimmer aber ist, dass sich ein pflichtbewusster Polizist über die eher witzige Geschichte her- und einen Lokalreisser daraus macht. Weil er herausfinden will, ob die Frau Rauscher von ihrem Mann verprügelt wurde oder ob die Beule an ihrem Kopf auf einen Sturz off die Klappergass´ nach übermäßigem Rauscher-Genuss zurückzuführen ist, wird der Vorfall ganz groß und damit zur echten Sachsenhäuser Story.       

Der Rauscher oder die Geschichte einer Wirkungsweise …

Was ist der Rauscher? Der Rauscher wirkt genauso schnell, wie er erklärt ist, deshalb: Vorsicht! Rauscher ist der junge Äppelwoi, der junge Äppler, das Apfelweinstadium, in dem er noch gärt und höchst gefährlich werden kann. Der Rauscher verursacht nämlich nicht nur Kopfweh, sondern auch Durch-Fall oder im Fall´ der Fraa Rauscher einen Um-Fall! So jedenfalls ist es zu vermuten, weil ja keiner mehr Genaues weiß. Später hat man aus der vergnüglichen Geschichte ein Äppelwoi-Lied gemacht, das man in Frankfurt wohl überall kennt.

Klappergasse und Frau-Rauscher-Brunnen …

Die Klappergass´ wird seit 1961 mit einem Frau-Rauscher-Brunnen in Bronze geziert. Von hier aus spuckt die Person völlig ungeniert, aus später Rache wohl, in Intervallen Wasser auf Vorübergehende.
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