Klingenberger-Straße

frankfurter bembelUnd wieder ist es der Main, der Frankfurt mit dem ca. 60 km entfernten Klingenberg verbindet. Das fränkische Städtchen liegt direkt am Fluss und zählt zum Gesamtkomplex der Wirtschaftsregion Rhein-Main. Am rechten Mainufer gelegen, berühren die Ausläufer des Spessarts die kleine Stadt. Doch zwischen Stadt und einstigem Bannwald wächst heute berühmter Frankenwein an steilen, in Terrassen angelegten Hängen aus rotem Buntsandstein.

Verantwortungsvolles Schenkenamt ….

Die Geschichte erzählt, dass um 1100 über der heutigen Stadt die Clingenburg gebaut und von den Schenken von Limpurg, die dem schwäbisch-fränkischen Adel angehören, ca. 150 Jahre lang bewohnt ist. An ihrem Fuß entwickelt sich das heutige Städtchen Klingenberg. Der Limpurger Schenk Conradus Colbo, der Erbauer der Clingenburg, ist Inhaber eines Reichserbamtes, das des Mund-Schenken, am Hofe des Kaisers Barbarossa. Wer das Schenkenamt innehat, hat die ehrenvolle und gleichwohl verantwortungsvolle Aufgabe, für alles Trinkbare am Hof zu sorgen. Dieses Amt erhält nur jener, dem man bedingungslos vertrauen kann, denn Leib und Leben eines Kaisers können von der Integrität seines Mundschenks abhängen.  

Von Conradus zu Conrad …

Als Conradus stirbt, heiratet seine Frau einen anderen Conrad, den von Bickenbach und nimmt die Clingenburg mit in die neue Ehe. Damit fällt sie an einen politischen Gegenspieler des ersten Gatten, denn Conrad von Bickenbach ist seinem Papst ergeben, was der kaisertreue Conradus Colbo nicht ist.  
Heute ist die Burg im Besitz der Stadt und wird während der Sommermonate als Freiluftbühne genutzt. Die Clingenburg-Festspiele werden seit fast 20 Jahren jährlich vom Festspiel Verein mit anspruchsvollen Veranstaltungen ausgerichtet.

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