Liegnitzer Straße

frankfurter bembel Nur knappe 80 km westlich von Breslau liegt Liegnitz – die polnische Stadt, von der man zu Beginn des 11. Jhd. zum ersten Mal hört. Man hört von der Schlacht bei Liegnitz, in der die mongolische Goldene Horde 1241 über Heinrich II., Herzog von Schlesien, siegt und die Stadt dem Erdboden gleichmacht. 1242 wird sie wieder aufgebaut und erhält das Deutsche Stadtrecht. Liegnitz muss im Laufe seiner Geschichte viel erleben. Nicht nur dass fremde Heere die Stadt zerstören, auch Feuer, die Hussiten mit ihrem harten, reformatorischen und revolutionären Gedankengut und adelige Erbstreitigkeiten setzen ihr und ihren Bürgern mächtig zu. Räuberische Ritter, ob edel oder Räuber, lassen die Menschen bluten und würde ihnen nicht die Pest den Rest geben, dann würde es der Dreißigjährige Krieg tun – die Stadt, die Menschen, leiden. Und so geht es weiter – auf meinem „Streifzug durch Sachsenhausen“ habe ich so etwas noch nicht gelesen.

Doch dann der Lichtblick: Das Industriezeitalter! Vielleicht geht es jetzt bergauf, mit dieser Stadt, die ich persönlich gar nicht kenne. Mitte des 19. Jhd. wird sie verkehrstechnisch mit den Großstädten Berlin und Dresden verbunden. Das dürfte den Transport von Gemüseprodukten vereinfachen, denn Liegnitz liegt in einer fruchtbaren Region. Diesen Vorteil nutzt man und punktet mit einer eigenen, bekannten Gemüseanbau-Schule.

Und wie in Frankfurt zur Zeit des Bierkrawalls (1873) so auch in Liegnitz: 1898 gibt es richtig Ärger in der Stadt. Dabei gibt es Verletzte und gar Tote. Dann werden die Unruhen unter militärischem Einsatz beendet. Der Anlass? Lächerlich. Die Wirkung? Groß! Es folgen Reformen, die die preußische Ordnungsmacht in Liegnitz umkrempeln werden. Nichts also ist so schlecht, dass …

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Ein Gedanke zu “Liegnitzer Straße

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