Max-Beckmann-Straße

frankfurter bembelWestlich des Hainer Weg begegnet man Max Beckmann, dem Künstler, der sich selbst freilich nicht nur mit seinen beeindruckenden Bildern „Wendelsweg“, „Der Eiserne Steg“ und „Frankfurter Synagoge“ ein Denkmal in der Kunstgeschichte setzt – ihm persönlich setzt der Bildhauer Georg Krämer 1964 in der Schweizerstraße eine Gedenktafel, die an den Frankfurter auf Zeit erinnert.

Max Beckmann wird 1884 in Leipzig geboren; er besucht verschiedene Schulen. Doch Schule scheint eher nicht sein Thema zu sein. Den Quellenangaben zufolge, fühlt er sich dort, wie viele Kinder, fehl am Platz. In der Kunst jedoch, da scheint er sich offensichtlich zuhause zu fühlen. 1900 hat er sein selbst gesetztes Ziel erreicht und wird Schüler der Weimarer Kunstschule. Der junge Max lernt Malen und Zeichnen. Er malt gerne mit spitzem Pinsel, wie andere mit spitzer Feder schreiben.

Seine Bilder und Zeichnungen finden großen Anklang, er wird vielfach gelobt. 1903 verlässt er Weimar, geht nach Frankreich, in die Niederlande und dann nach Italien. Irgendwie klassisch für Künstler aller Richtungen – und auf all seinen Reisen setzt auch Max sich mit den verschiedenen Kunstrichtungen intensiv auseinander.

Der Erste Weltkrieg löst eine Krise aus, die ihn verändert. 1915 kommt Max Beckmann  nach Frankfurt, wo er erschafft und wirkt. Vierzehn Jahre später wird er Lehrer einer Meisterklasse an der Kunstgewerbeschule, der Städelschule. Lange achtzehn Jahre  lebt Beckmann in Sachsenhausen, bevor man ihn und seine Kunst in Frankfurt nicht mehr haben will. Ab 1933 führt ihn sein Lebensweg über Berlin ins Exil nach Amsterdam, von wo aus er 1947 Europa für alle Zeiten verlässt und nur drei Jahre später, 1950, in New York stirbt.

Das Gemälde Der Eiserne Steg befindet sich seit 1972 im Besitz des Städelmuseum.

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