Max-Reger-Straße

frankfurter bembelDer Max-Reger-Straße begegnet man da, wo die Musikerkollegen Richard Strauß und E. Humperdinck ihre Straße auch haben. Mit Max Reger begegne ich in Form dieser Straße einem Komponisten, der besonders für seine Orgelkompositionen berühmt werden soll. Ich verwechsle ihn glatt mit Max Greger und will schon mit dem Schreiben loslegen. Doch etwas warnt mich eindringlich. Glücklicherweise höre ich mir rechtzeitig eine Fuge und ein Violinenkonzert an. Jetzt weiß ich: Diese Musik ist etwas für Kenner und Liebhaber sehr dichter musikalischer Werke.

1873 wird Maximilian Reger in Brand geboren und stirbt mit nur 43 Jahren in Leipzig. Er studiert an verschiedenen Konservatorien, muss zum Militär und das scheint etwas in ihm zu bewirken. Er ist psychisch und physisch sehr belastet und ich wundere mich über die Schwere seiner Musik nicht. 1901 zieht er nach München. Dort heiratet er ein Jahr später und ist unglaublich schöpferisch. Er wird Pädagoge an der Münchner Akademie für Tonkunst und wie mir scheint, Max Reger ist ein Querdenker, denn er macht nicht, was andere von ihm erwarten. Seine Stelle als Lehrer kündigt er, wird 1907 Musikdirektor an der Leipziger Uni, um dieselbige auch gleich wieder aufzugeben. Doch 1911 wird sein Traum wahr – er leitet die Hofkapelle in Meiningen, doch nur für drei kurze Jahre. Dann zwingt die Gesundheit ihn zur Distanz. 1916 stirbt Max Reger in Leipzig.

Er ist sehr berühmt, doch werden seine Werke äußerst kontrovers gehandelt. Ich schaue mir sein Konterfei an. Das ist ein Kopf, der in wenigen Strichen skizziert noch immer die Eigenwilligkeit eines Menschen spiegelt, der weiß, wohin er will und dem es wohl nichts ausmacht, dass andere sich mit ihm schwertun.

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Ein Gedanke zu “Max-Reger-Straße

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