Nordheimstraße

frankfurter bembel In einem der fiktiven Künstlerviertel Sachsenhausens befindet sich die Nordheimstraße – gleich da wo auch Achenbach, Franz Lenbach, Böcklin und Thorwaldsen bereits ihre Biographien in Form von Straßennamen hinterlassen haben.

Der Frankfurter Thaler …

Mit der Nordheimstraße vermacht der 1813 geborene Friedrich August von Nordheim einen Teil seiner Biographie der Öffentlichkeit. Seit 1844 lebt er in Frankfurt. Er hat den Beruf des Graveurs erlernt, was ihn zu einem der Väter des letzten Frankfurter Thalers macht. Für diesen Silberling liefert er nämlich die Prägevorlage. Immerhin, ein lohnendes Metier, das auch ihm die selbst designten Taler einbringt. Noch im Jahre 1857 wird dieser zuletzt geprägte, rückseitig mit dem Adler versehene Silber-Thaler unter das Volk gebracht, bevor das junge Deutsche Reich 1875 die Goldmark bekommt.

Kleine Delikatessen …

Auf der Suche nach einer hübschen Geschichte um diesen letzten Taler begegnet mir eine kleine Delikatesse um das Frankfurter Haus der Rothschilds. Der delikaten Erzählung nach, gibt Baron Rothschild um 1859 einen Vereinsthalter in Auftrag. Die Vorder- oder Rückseite, je nachdem, soll mit dem Kopf der Francofortia, der Schutzheiligen Frankfurts, geschmückt sein. Klar, dazu braucht Meister Friedrich August von Nordheim ein Modell. Und wie so oft, empfiehlt der Herr Auftraggeber als Modell sein Gschpusi, das  er auf dem Silberthaler verewigt wissen will. Im Fall des Herrn Baron ist das eine Schauspielerin. Vorne Schauspielerin, hinten Adler! Aber es ist ja nur ein Vereinsthaler!

100 Jahre Friedrich Schiller …

Zur gleichen Zeit werden noch andere Thaler als Gedenkthaler geprägt. Auch Friedrich Schiller erhält zur Erinnerung an seinen 100. Geburtstag einen eigenen Thaler, in Silber versteht sich. Vorne .., nein nicht der Kopf Schillers, aber hinten auch Adler.

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