Oskar-Sommer-Straße

frankfurter bembelHier begegnen sich zwei Architekten in Form zweier Straßen wieder. Zwei Männer einer Zeit, die bereits zu Lebzeiten Gemeinsames verbindet, weil sie es gemeinsam erschaffen. Oskar Sommer ist, wie R. H. Burnitz, Architekt und plant in Kooperation mit diesem später die Neue Börse in der Frankfurter Innenstadt.

Sommer und Semper …

Sommer ist 1840 in Wolfenbüttel geboren. Er studiert in Hannover und Zürich und landet, nach Aufenthalten in Italien und Berlin, 1865 in Frankfurt. Während seiner Ausbildung nimmt er Unterricht in Zürich bei dem bekannten Architekten, Gottfried Semper. Semper begegnet man zuvor in Dresden an der Königlichen Kunstakademie, wo er eine Stelle als Professor besetzt und neben anderem auch die Semperoper, das neue Hoftheater, entwirft. Wegen der damaligen politischen Unruhen muss Semper 1849 Dresden fluchtartig verlassen und weicht ins Ausland aus. Nach jahrelanger Abwesenheit wird er nach Zürich berufen, wo er ab 1855 eine Professur am Polytechnikum Zürich innehat. Oskar Sommer studiert bei ihm, dem Architekten, der so viel leistet und auch die Architektur des Theaterbaus auf wesentliche, auf neue Wege führt.

Sommer und die Neue Börse …

1865 zieht es Sommer nach Frankfurt, wo er die Architekturklasse der Städelschule leitet und unterrichtet. Die Schule braucht bald Veränderung, weshalb er 1874 die Planung für das neue Städelsche Kunstinstitut am Schaumainkai in Sachsenhausen übernimmt. Bereits zwei Jahre später, 1876, ist Baubeginn für die Neue Börse, die er gemeinsam mit R. H. Burnitz entwirft.

Die Oskar-Sommer-Straße verbindet Stresemannallee mit Burnitzstraße, verbindet die Politik mit der Bauweise einer Ära, die auch nach langen, politisch wirren Zeiten, noch immer beeindruckend und präsent ist.

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