Ossietzkystraße

frankfurter bembel Carl von Ossietzky wird 1889 in Hamburg geboren. Er verliert bereits sehr früh den Vater. Die Mutter heiratet nach dem Tod des ersten Mannes einen Künstler und Sozialdemokraten, womit wohl der Grundstein für die politische Karriere des Carl v. Ossietzky gelegt ist. Der Junge interessiert sich sehr für Literatur und Geschichte, ist eher nachlässig in der Schule, schafft den erwünschten schulischen Abschluss nicht + findet dennoch später Arbeit im öffentlichen Dienst. Das funktioniert und wenn der äußere Rahmen stimmt, bleibt Zeit für anderes.

Wie wird man Journalist …

In der Freizeit faszinieren ihn Politik und Poesie; er setzt sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander, schreibt Artikel für die Partei (Demokratische Vereinigung), der er 1911 beitritt. Aus diesem journalistischen Anfang entwickelt sich seine Laufbahn als Journalist. Er löst sich von dogmatischen Wertevorstellungen, wendet sich dem Darwinismus und Monismus zu, heiratet eine englische Frauenrechtlerin, vertritt pazifistisches Gedankengut und es bleibt ihm der Militärdienst zu Beginn des 1. Weltkrieges erst einmal erspart. Doch dann muss er doch und das ist für den Pazifisten und Journalisten Anlass, sich in der Öffentlichkeit kritisch zu äußern, was ihm schlecht bekommt.

 Geschichte, die sich wiederholt …

Später ist er Herausgeber der Weltbühne und hier entsteht eine Brücke zwischen damals und heute (2013). Er veröffentlicht einen Artikel, der ihm eine Anklage samt Prozess einbringt. Im sog. Weltbühne-Prozess wird er des Verrates militärischer Geheimnisse angeklagt; er muss ins Gefängnis, später ins KZ – immer wieder, weil er nicht schweigen und nicht emigrieren will. Er stirbt 1938 in Berlin, krank und gebrochen durch Tuberkulose und Folter. 1936 erhält er den Friedensnobelpreis.

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