Otto-Hahn-Platz

frankfurter bembelOtto Hahn – bedeutend als Chemiker, wegweisend bei der Entdeckung der Kernspaltung (1938) und ebenso bedeutend als Verfechter für die friedliche Nutzung der Kernenergie, später – doch wirklich Erfolg hat er damit erst einmal nicht. 1945 fallen die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki, mit verheerenden Folgen. Das ist der folgenschwere Auslöser, der aus einem Wissenschaftler einen Menschen macht, der sich der Tragweite seiner Entdeckung bewusst wird und die ihn wohl nie wieder loslassen wird. 1957 unterzeichnet er mit anderen Atomwissenschaftlern das Göttinger Manifest, und erklärt damit offiziell, dass auch er gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit atomaren Waffen ist. Längst schon hat man erkannt, wie leicht die Kernspaltung zu missbrauchen ist. Zu spät!

 Ausbildung + Professur …

Otto Hahn wird 1879 in Frankfurt geboren und wiederum – er ist das Kind von Eltern, die den berühmten Chemiker in ihm erst mal nicht vermuten lassen. Er macht das Abi in Frankfurt, geht zum Studium nach Marburg und München und promoviert 1901. Dann folgen Jahre im Ausland, bis er 1906 nach Berlin zurückkehrt. Er habilitiert ein Jahr danach und erhält 1912 den Ruf als Professor an das damalige Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin, aus dem die heutige Max-Planck-Gesellschaft hervorgehen wird. Deren Präsident ist er von 1948 – 1960.

Den Nobelpreis für den Frankfurter …

Hahn erlebt zwei Weltkriege und wird für seine militärischen Verdienste dekoriert. Es ist 1916, als er von der Front nach Berlin zurückkehrt, um weiter zu forschen und um zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gelangen, für die man ihm zum Nobelpreis vorschlagen wird. Erst 1945 ist es soweit, er erhält rückwirkend den Nobelpreis für Chemie. 1969 stirbt Otto Hahn in Göttingen.

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