Stegstraße

frankfurter bembel Die Stegstraße führt kerzengerade vom Südbahnhof in nördlicher Richtung auf den Main zu. Sie schneidet Textorstraße und Schwanthalerstraße und setzt sich erfolgreich über Gutzkowstraße, Danneckerstraße, Gartenstraße / Walter-Kolb-Straße hinweg. Dann scheint ihr langsam die Luft auszugehen! Noch einmal behauptet sie sich, indem sie großzügig der Oppenheimer-Straße gestattet, rechts von ihr abzubiegen. 
Kurz drauf ist es vorbei! Die Stegstraße liegt in ihren letzten Zügen und verschwindet sang- und klanglos im Nirwana. Das traurige Ende einer selbstbewussten Straße ist eine Tiefgarage!
sachsenhausen, stegstrasse - das ende eine tiefgarage
Was  ich von der resoluten Stegstraße erwartet hätte? Ich hätte mir gewünscht, dass sie ihren Weg zielstrebig bis zu dem Ort verfolgt, von dem sie immerhin ihren Namen zu haben scheint – vom Eisernen Steg! Was anderes wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen, denn weit und breit gibt es sonst keinen Anlass, der den Steg an der -straße! rechtfertigen würde.
Schaumainkai – let´s have fun!
Nun gut, mach du ab in den Untergrund – ich jedenfalls mach mich durch die Oppenheimer Straße auf den Weg zum Eisernen Steg und biege links um die Ecke in die Schifferstraße ein. Bald schon lande ich am Schaumainkai, der Museums- und Partymeile der Frankfurter. Hier erwische ich dann doch noch den Anschluss an die berühmte Fußgängerbrücke über den Main in die Frankfurter Altstadt. Ich kenne diese Ecke als Museums- und Erholungsmeile gut, als Partymeile nur bedingt.
Von Hibbdebach nach Dribbdebach
Die Stegstraße scheint mir eine würdige Straße (gewesen) zu sein, denn immerhin ist sie die direkte Verbindung vom 1873 erbauten Südbahnhof zum 1868 erbauten Eisernen Steg, der damals die „Alte Brücke“ über den Main zumindest von den Fußgängern entlasten sollte. Anders wäre nämlich der Verkehr von Hibbdebach (womit die Mutterstadt Frankfurt gemeint ist) nach Dribbdebach wohl nicht mehr zu meistern gewesen.
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